farbzonen \\ strukturfelder – Positionen zeitgenössischer Kunst

In seiner Herbst-Ausstellung präsentierte der Kölner KUNSTRAUM383 vom 14. bis 28. Oktober 2018 drei Positionen zeitgenössischer konkreter Kunst. Zur Teilnahme eingeladen waren der renommierte "Altmeister" der deutschen Konkreten Kunst, Jo Kuhn, sowie aus dem Kölner Raum die Malerin Sabine Odensaß und der Maler Christoph Gesing. Unter dem Titel Linie Rhythmus Raum Struktur – farbzonen \\ strukturfelder zeigten die drei Künstler Arbeiten zum Thema.


Sabine Odensaß

„Die Wirkung der Bilder von Sabine Odensaß ist bestimmt von der Spannung zwischen der vibrie-renden Farbenergie im Distanzblick und der überaus kleinteiligen, das Auge überfordernden Strukturvielfalt, die sich aus der Nähe erschließt,“ beschreibt der Kunsthistoriker Peter Lodermeyer die Arbeiten der Künstlerin. Der Betrachter werde dazu ermuntert, verschiedene Standpunkte einzu-

nehmen und die höchst unterschiedlichen visuellen Aspekte in einer gedanklichen Verbindung zusammenzubringen. Wenn die Anmutung der Acrylbilder immer wieder auch Naturassoziationen auslösten, zeigten sie keine Naturabstraktionen, erst recht keine abstrakten Landschaften, sondern autonome künstlerische Gebilde, die jedoch für Assoziationen der Betrachter offenstehen.


 von links: 16.57.40. Pigment, Acryl, Alu Dibond, 40x30, 2016 – 18.22.30. Pigment, Acryl, Nessel, 30x25, 2018 –

17.9.40. Pigment, Acryl, Nessel, Hartfaser, 40x30, 2017

 


Christoph Gesing

Für Christoph Gesing steht seit Jahrzehnten die Farbe im Mittelpunkt der künstlerischen Arbeit. In einer unendlichen Vielfalt von Farbnuancen entfaltet er dialogisch deren rhythmische und transzendente Qualität und präsentiert sie dem Betrachter in serieller Folge.

Experimente mit Farbproben und Farb-kombinationen entwickelten sich zu einer eigenständigen künstlerischen Form, den Duochrome-Arbeiten auf Papier. Im KUNSTRAUM383 zeigt Christoph Gesing eine neu zusammengestellte Serie seiner Duochrome.


 von links: Duochrom 1 bis 3 – alle 2016, Acryl auf Papier, 29,7x21

 


Jo Kuhn

Für Jo Kuhn, den international bekannten "Altmeister" der Konkreten Kunst, ist einzig die Farbe der Ausgangspunkt seines künstle-
rischen Schaffens. Ähnlich wie der Klang ist die Farbe für ihn ein Sinneseindruck, der das Empfinden in Schwingung zu versetzen und anzuregen vermag.

Am Ende einer langen Entwicklung und einer zunehmend konsequenteren Reduktion stehen seine Farbdialoge: zwei Farbflächen, die in horizontaler Linie aufeinander treffen. Sie bauen sich gegenseitig auf und halten eine Farbspannung, auf die sich der Betrachter einlassen kann.


von links: 16.10.03.PD A2. Pigmentdruck, 60x60, 2016 – 17.02.06.PD A2. Pigmentdruck, 60x60, 2017 –

17.09.21.A2. Pigmentdruck, 60x60, 2017

 


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